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| June 27, 2017

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2 Comments

Bist du bereit fürs Langzeitreisen?

Bist du bereit fürs Langzeitreisen?
 

Natürlich bist du das!

Jeder könnte seine Sachen stehen und liegen lassen, den Job an den Nagel hängen, seinen Rucksack oder Koffer packen und ins nächste Flugzeug steigen. Viele träumen davon, vielleicht auch du.

Lieber am Strand zu sitzen als am Schreibtisch, eine süß-fruchtige Pina Colada zu schlürfen statt des wässrigen Kaffees am Morgen, den Blick übers strahlend blaue Meer schweifen lassen und nicht über den grellen Computerbildschirm oder die nächsten Lernunterlagen.

Die positive Nachricht: Du kannst das haben!

Es gibt genügend Möglichkeiten, um eine lange Reise zu finanzieren. Diese werde ich in einem späteren Artikel ausführlich beschreiben.

Es gibt nur einen Haken: Es ist keine Frage des KÖNNENS, sondern eine Frage des WOLLENS.

Wenn du dir deine Traumreise vorstellst, dann siehst du auch eben nur die schönen Dinge. Sonne, Strand, Meer, Spaß, Freude, mit Delfinen schwimmen, auf Berge klettern, aktive Vulkane beobachten und und und. Und das nimmt auch einen großen Teil der Reise ein.

Aber ich muss ehrlich mit dir sein: Es gibt auch Nachteile. Und du musst für dich selbst entscheiden, ob du diese problemlos akzeptieren kannst oder sie dich dann doch zögern lassen:

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Hast du starkes Heimweh?

Wenn du dazu neigst starkes Heimweh zu haben, dauernd in der Angst lebst zuhause etwas verpassen zu können wie bspw. bestimmte Geburtstagspartys, Hochzeiten, Feierlichkeiten wie Weihnachten und Ostern, dann kannst du deine Reise nicht genießen. Was bringt es dir auf den Philippinen aus einer Kokosnuss zu trinken, wenn du gedanklich bei einer Homeparty deiner Freunde zuhause bist?

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Kannst du ein Risiko eingehen?

Reisen bedeutet immer Risiko. Du hast keinen wirklichen Alltag mehr wie zuhause, jeder Tag bedeutet etwas Neues, egal ob Positiv oder Negativ. Das Sicherheitsnetz „Gewohnheit“ hast du hier nicht mehr. Während die einen gerade das genial finden und sich liebend gerne solchen Situationen annehmen, müssen andere ihre Hose wechseln gehen. Manche befinden sich hier genau in der Mitte, schwanken hin und her. Ich sage dir – riskiere es!
Überlege dir, wie du damit umgehen kannst.

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Hast du Ausdauer?

Viele deiner Freunde werden ebenfalls nur das Positive am Reisen sehen. So war es ja auch bei manchen meiner Freunde. „Wow, die geilsten Orte dieser Welt, da kann es einem gar nicht schlecht gehen!“. Das stimmt nur teilweise. Schließlich bist du in einem fremden Land und musst alles neu lernen. Wie ein Kleinkind, dass das Gehen lernt, einen Schritt vor den anderen setzt, musst auch du dich in deiner neuen Umgebung erfahren und damit umgehen können.

Es kommen Situationen, die dich stressen werden. Du verstehst die Sprache nicht, musst aber ein Zugticket kaufen und der Zug fährt in 15 Minuten ab. Dein Gepäck ist nicht mehr da. In deinem ausgesuchten Hostel ist kein Zimmer mehr frei. Kannst du damit umgehen oder gibst du auf?

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Kannst du mit einem geringeren Lebensstandard umgehen?

Gerade in Österreich haben wir alles was wir wollen, sogar mehr als wir benötigen. Auf einer Reise musst du bereit sein Einschnitte zu machen. Ein entspannendes Schaumbad und ein Fön? Shoppingtouren bis die Kreditkarte glüht? Dein eigenes Zimmer? Fehlanzeige. Sei dankbar, wenn du Heißwasser hast, deine Kleidung lange hält und sich in deinem 6-er Dorm keine Mitbewohner befinden, die um vier Uhr früh von einer Party zurückkommen und dir ihre Bierfahne ins Gesicht hauchen.

Letzteres natürlich Worst Case. Aber im Bereich des Möglichen. Kannst du damit umgehen oder möchtest du auf deinen Lebensstandard nicht verzichten?

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Kannst du mit einem begrenzten Budget umgehen?

Sofern du keine nie versiegende Geldquelle besitzt, musst du dich an dein Budget halten, wenn du nicht nach der Hälfte der Reise schon wieder die Rückfahrt antreten willst. Wie du sparst und wie du dein Budget erstellen und kontrollieren kannst, erkläre ich in einem späteren Artikel ausführlicher.

Stelle dich darauf ein, dass du je nach Land ein Tagesbudget von ca. € 15 (z.B. Indien) bis € 80 (z.B. USA, Australien) zur Verfügung hast. Hiermit musst du Unterkunft, Transport, Essen, Eintritte und auch alles andere bezahlen. Kannst du dich am Riemen reißen? Alternativen abwiegen? Beispielsweise verzichtest du in Neuseeland auf Bungee Jumping und Fallschirmspringen, kannst dafür in Australien am Great Barrier Reef tauchen. Kannst du verzichten?

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Kannst du alleine reisen?

Sofern du nicht mein deinem Partner, deiner Familie oder einem deiner Freunde die Reise planst, musst du dich fragen, ob du alleine reisen kannst. Glaube mir, du wirst kaum alleine sein, da immer wieder Menschen dein Leben kreuzen – wie und wo du schnell neue Leute triffst, schreibe ich bald – aber kannst du auch damit umgehen, mal ein paar Tage nur für dich zu sein? Kannst du damit umgehen, alleine eine Lösung auf ein Problem zu finden, alleine Entscheidungen zu treffen, ohne dich mit anderen zu beratschlagen?

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Kannst du neue Freunde finden?

Blöde Frage eigentlich, denn natürlich kannst du. Aber willst du? Vor allem wenn du von Ort zu Ort reist und deine neuen Freunde nicht dieselbe Route nehmen, beginnst du bei der neuen Destination wieder von vorne. Du musst dich von deinen bekannten Gesichtern verabschieden und dich ins Unbekannte stürzen. Wieder Small Talk führen, wieder Beziehungen aufbauen. Es macht Spaß, es geht einfach, aber willst du das? Manche lieben ihre bekannte Umgebung zu sehr. Wie sieht es mit dir aus?

Ich will dir keine Angst machen oder dir deine Reise vermiesen. Es wird die wunderbarste, vielfältigste, lernintensivste Zeit deines Lebens sein. Aber ich muss dich mit der Realität konfrontieren und auf den Boden zurückholen, bevor du mit deinen Wunschträumen davon segelst.

Wenn einer oder mehrere Punkte ein No-Go für dich sind, heißt das nicht, dass du fürs längere Reisen komplett untauglich bist. Es gibt genügend Möglichkeiten, um deine Reisefreude zu testen.

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Alternativen

Du musst nicht sofort ins kalte Wasser springen – wer will das schon? Wir mögen’s lieber angenehm lauwarm. Also buche nicht sofort eine einjährige Reise, sondern taste dich selbst mit kleinen Schritten heran.

Sprachreisen

Sprachreisen kannst du überall auf der Welt machen. Dabei steht dir entweder eine Agentur oder zumindest die Sprachschule zur Verfügung. Die Vorteile liegen auf der Hand: Du kannst die Länge meistens frei wählen (ab 1 Woche bis hin zu mehreren Monaten), bist bereits in einer Gruppe bzw. Klasse eingebettet und lernst leichter Leute kennen und du hast noch die Spur eines Alltags, da du jeden Tag zur Schule musst.

Ich habe das selbst letztes Jahr im Mai mit Madrid gemacht und da schon gemerkt, dass mein Heimweh mit der Zeit immer weniger, dafür die Reiselust immer größer wurde.

Kurzreise

Verreise mal nur einen Monat wohin, bspw. nach Thailand, wo sich viele Backpacker aufhalten. Oder du gehst auf Nummer sicher und verreist in ein europäisches Land, in die USA, nach Australien oder Neuseeland, da diese von Lebensweise und -standard Österreich eher entsprechen als z.B. Indien.

Hier kannst du sehr gut vorfühlen, wie du mit unbekannten Situationen und Kulturen zurechtkommst.

Auslandssemester

Eine geniale Möglichkeit Auslandsluft zu schnuppern! Per Schule oder Studium verbringst du 3 bis 5 Monate in deinem Land deiner Wahl und studierst dort weiter. Auch hier ist es einfach neue Leute zu treffen, da du regelmäßig in der Schule oder auf der Uni bist und auch in Gruppen für Projekte zusammen arbeitest.

InterRail

Probiere Backpacking in Europa mit InterRail. Ab € 184 kannst du mit dem Zug durch 30 verschiedene Länder reisen. Der Vorteil hier: Es ist Backpacking light, da die meisten europäischen Staaten zwar kulturell verschieden, doch von Standard und Sicherheit her ähnlicher sind.

Denkst du, dass du für eine Langzeitreise geeignet bist? Hast du noch weitere hilfreiche Tipps und Anmerkungen, die dir auf der Zunge brennen? Schreib sie einfach als Kommentar dazu!Of course you are!

Everybody is able to travel the world. Everybody could sell all his property, quit his job, buy a backpack and enter the next plane. And many people dream about this scenario. Mostly when they sit in front of their laptops in the office, when they are in relationships they don’t want to be or they just don’t feel happy with their life. So they dream.

But traveling isn’t about dreaming. It’s not about the ability to do it. It’s about the desire.

So yes, of course you can have it!

There are enough possibilities to get money for traveling. I will write about it in a later article.
But for making your dream possible, you have to deal with some sacrifices or cons. Like in every other situation in life.

So before planning your long-term trip you have to decide if you can deal with those cons or not. And it depends on the intensity of your travel desire:

Are you really homesick when being abroad?
If you get homesick really fast and really intense, if you are afraid all the time of missing a birthday party, a wedding, a certain festivity like thanksgiving or Christmas, you won’t be able to enjoy your trip. And how should you? The trip isn’t worth it if you are sitting on the beach, drinking coconut milk, but thinking about an upcoming party at home.

Are you ready to take a risk?
Traveling means risk. There is no everyday life like home. Everyday means something new, positive or negative. It means new situations where you may be overcharged. Because the safety net “habit” isn’t existing there.

While some love this feeling, some don’t. And most of them, maybe you, are not sure and have to test themselves. I tell you – risk it! Nobody ever said “I regret my travels.” Why should you?

Are you arduous?
Most of your friends will just see the positive aspects of traveling. They see the white sandy beach, the parties, new friends, adventures. But of course there will be days where you feel helpless, exhausted. In a foreign country you act like a little child. You have to learn everything again. The culture, the language, the people, the life there. And of course you get tired of it on some days. Sometimes you think of your comfortable life at home, your own bed or a hot shower, people that speak your language or just the talk to your friends. In these moments you decide: Fight or flight?

Are you able to live with a lower level of standard?
Let’s be honest: If you are from Europa, USA, Canada, Australia, New Zealand and so on… you mostly own more than you need. But when you are traveling you will have to say goodbye to some conveniences. Shopping tours? Your own room? Even a blow-dryer? If you are a backpacker with a limited budget, stop dreaming about this stuff.

Be thankful if you have a hot shower and nice roomies in your dorm.

Can you deal with those sacrifices?

Are you able to deal with a limited budget?
If you don’t have a cash cow as a pet, you have to deal with a limited amount of money. Or you fly back home halfway. How you safe money and how you control your budget I will tell you in a later article.

Be aware that you will have a daily budget between € 15 (e.g. India) and €80 (e.g. USA, Australia). You have to pay your place to stay, your food, your transport, entrances and other tours. You have to find cheaper alternatives or abstain from something to make another experience. E.g. you don’t Bungee Jump in New Zealand, but will snorkel in the Great Barrier Reef.

Are you able to do that?

Are you able to travel alone?
If you don’t travel with your partner, with a friend or a sibling, are you able to be alone sometimes? Believe me, you will meet so many people, you will hardy stay by yourself. But if so, you should be able to deal with it. You should be able to find solutions for upcoming problems by yourself. You should be able to deal with traveling without asking someone for advice each time a challenge occurs. Are you able to?

Are you able to find new friends?
Stupid question, point taken. But do you want to find new friends? If you travel from place to place it’s possible that you have to say goodbye to your new friends, to find new others at the next stop. This can be sad, it can be exhausting. Of course we like the part of knowing the faces around us more than having small talk with unknown ones. But can you deal with finding new friends over and over again?

I’m not telling you this stuff to stop your travel plans. I’m telling you these cons, because you should be aware of what to expect. Traveling is a great experience, you will learn so many things about people, cultures and yourself. You will live the dream, have adventures. But you have to face reality as well. It’s not always easy. And you should be mentally prepared.

If one or more criteria are a no-go for you, it doesn’t mean that you should avoid long-term traveling forever. There are loads of possibilities to test you desire for traveling:

Alternatives

Language holiday
You can complete a language course almost everywhere. You can organize it with an agency or by yourself. Your advantages: The length of stay is very flexible (between a week and a few months), you are already part of a group (your classmates) and you have an everyday life as you have to go to school every day.

Short-term travelling
Travel to a country for one or two months to test how you act within a different culture. You can try an Asian country as the daily budget is really low (be aware of religion, culture) and many backpackers travel there as well. Or you travel to an European country, USA, Australia, New Zealand, Canada and so on, as the standard of living and the safety level are quite high.

Semester abroad
An amazing chance to check your travel desire is to study a semester abroad. Usually you spend three to five months in a different country. It’s easy to meet new people, you have an everyday life there but enough flexibility to travel around, e.g. on weekends.

InterRail
Try backpacking with InterRail in Europe. The ticket is about €184. You travel through 30 different countries by train. The pros: It’s backpacking light as it’s in European countries, so safety and standards are similar.

Do you think you are ready to travel the world? Do you have more helpful tips or opinions to share? Use the comment field to write them down.

Comments

  1. Nach meiner Erfahrungen stellt sich die Frage nach der Bereitschaft eigentlich nicht.
    Klar, wer noch nicht viel gereist ist, sollte nicht gleich mit den schwierigsten Ländern anfangen. Wer jedoch beim Backpacker Land Nr. 1 (gemeint ist Thailand) einsteigt, kann eigentlich nicht viel falsch machen. Das Land ist für Backpacker wie geschaffen. Die Menschen sind friedlich, sprechen fast alle ein wenig Englisch Preise sind niedrig, es gibt eigentlich überall genügend Hostel und last but not least… man muss schon Autist sein, um keinen Kontakt zu anderen Backpackern zu bekommen.
    Schüler und Studenten können hier also gleich loslegen. Das anfänglich Heimweh vergeht dann schon, wenn man bei ein paar Bier tolle Geschichten mit all den anderen Reisenden austauscht.
    Für Arbeitnehmer ist es dann doch ein wenig schwieriger. Die Frage, ob sie dafür geeignet sind, stellt sich ihnen meist nicht. Denn wer schon fest im Leben steht und trotzdem eine längere Reise machen will, für den ist die Entscheidung für eine Langzeitreise eher ein logischer Prozess. Mit jeder Reise wächst das Verlangen nach mehr… Man weiß, dass es das richtige für einen ist und muss dann eigentlich nur noch den Schritt wagen, sein Vorhaben auch umzusetzen. Die Bereitschaft zu einer Langzeitreise ist hier genau dann gegeben, wenn man bereit ist, für seinen Traum zu leben und alles dafür erforderlich aufzugeben.

    • Hallo lieber Lars,
      du hast absolut recht in dem was du sagst. Prinzipiell denke ich, dass es keine Frage des Könnens ist, sondern des Wollens. Nicht jeder muss Langzeitreisen gut finden. Nicht jeder findet Backpacking gut. Viel hängt auch von den äußeren Umständen ab, wie du schon sagst. Je gefestigter Du in deinem Heimatland bist, desto schwieriger wird es, alles hinter sich zu lassen. Und das ist auch absolut okay. Wobei Thailand mit Sicherheit ein gutes Land für die erste Backpackingreise ist. Wann warst du dort? :)

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