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| June 27, 2017

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Die nackte Wahrheit über das Solo-Reisen

Die nackte Wahrheit über das Solo-Reisen
 

 

Kaum jemand steigt gerne alleine in ein Flugzeug in ein völlig fremdes Land.

Kaum jemand nimmt sich gerne alleine ein Flughafentaxi Richtung in eine unbekannte Stadt.

Kaum jemand checkt gerne alleine in einem Hostel voller fremder Leute ein.

 

Nicht mal ich.

 

Wahrscheinlich denkst du, dass es mir leicht fällt solo zu reisen.

Schließlich habe ich die meisten meiner letzten Reisen solo unternommen.

Glaub mir, es wird nicht leichter.

Ich gewöhne mich nur daran.

 

Wenn du glaubst, solo zu reisen ist einfach, irrst du dich.

Solo reisen bedeutet für die Meisten eine mega Überwindung.

 

Du weißt schließlich nie was dich erwartet.

Du weißt nie wie es sein wird.

Und du hast anfangs niemanden, der es mit dir miterlebt.

Das macht eben Angst.

 

Und trotzdem sind Solo-Reisen oft die beste Zeit deines Lebens.

Tanja Zimmermann

 

Komplett abgedreht, oder?

Fast shizophren.

 

Deswegen gibt’s heute die nackte Wahrheit.

Beide Seiten einer Münze, die die schönsten und schwierigsten Momente für dich bereit hält.

 

AUF EINER SOLO REISE…

… hast du niemanden zum beratschlagen, doch wirst entscheidungsfreudiger

Wir sind entscheidungsunfreudig.

Kein Spaß.

Entscheidung bedeutet, bewusst auf eine Option zu verzichten.

Und Verzicht verunsichert uns.

 

Deswegen sind wir es gewohnt uns bei Entscheidungen abzusichern.

 

Überleg mal:

Wie oft suchst du Rat bei Freunden oder Familie?

Fragst sie um ihre Meinung in so gut wie jeder Lebenssituation?

Wie oft brauchst du sogar Hilfe und Rat, nur um dir ein neues Kleidungsstück zu kaufen?

 

Erst mit einer zweiten, dritten, vierten Meinung fühlen wir uns sicher genug, um einen Schritt zu wagen. So klein er oft auch sein mag.

 

Auf einer Solo-Reise geht das nicht.

Du kannst nicht mal eben deine Mutter anrufen und fragen, ob du lieber nach A oder nicht doch nach B reisen sollst. (Du kannst schon, aber deine Telefonkosten würden dich in den Ruin treiben.)

Du kannst nicht schnell mal deiner besten Freundin schreiben, ob du lieber den blauen oder den grünen Pullover kaufst. (Du kannst schon, aber wegen Zeitverschiebung & Co. könnte die Antwort etwas auf sich warten lassen.)

 

Du musst also lernen ohne Rat auszukommen.

Und die möglichen Konsequenzen einer Entscheidung zu akzeptieren.

Tanja Zimmermann

 

Was in den ersten Wochen ziemlich hart sein wird, ist bald nur noch Kinderkram für dich.

Aus „Soll ich nach A oder B fahren?“ wird „Ich fahre nach A!“.

Aus „Soll ich den blauen oder den grünen Pullover kaufen?“ wird „Den Grünen kaufe ich!“.

 

Eine Solo-Reise kitzelt die Entscheidungsfreude aus dir heraus.

Denn du hast keine Wahl.

Doch nach der ersten großen Umstellung wirst du es geil finden.

Deine Entscheidungen sind schließlich nicht mehr von den Meinungen Anderer abhängig.

 

… hast du niemanden, der hinter (oder vor) dir steht, doch stehst für dich selbst ein

Am liebsten bin ich in einer Gruppe unterwegs.

Auch zuhause.

Ich fühle mich unbewusst einfach sicherer.

 

Ich springe auch lieber ins Meer wenn rundherum noch ein paar Menschen schwimmen.

Falls ein Hai kommt, ist mathematisch gesehen meine Überlebenschance größer.

Klingt furchtbar, doch so ticken wir.

Zumindest ich.

 

Wir lieben auch starke Persönlichkeiten und Felsen in der Brandung, die vor uns stehen und das Böse von uns fern halten.

 

Auf Solo-Reisen geht das nicht so einfach.

Deine Bezugspersonen und Felsen in der Brandung sind zuhause.

Das macht ganz schön Angst, vor allem bei der ersten Solo-Reise.

 

Der große Vorteil:

Du fängst an für dich selbst einzustehen.

Du wirst dein eigener Fels und kämpfst für dich selbst.

Und kannst verdammt stolz darauf sein!

Tanja Zimmermann

 

… kennst du niemanden länger als ein paar Wochen, doch wirst offener

Zuhause haben wir unseren Freundeskreis.

Da sind wir sogar so festgefahren, dass wir uns unbewusst gegen neue Bekanntschaften verschließen.

 

Nicht ungläubig den Kopf schütteln, es ist so!

Oder würdest du einfach so mit jemandem baden gehen, den du zufällig im Fitnesscenter getroffen hast?

Siehst du.

 

Auf einer Solo-Reise fängst du bei Zero an.

Niemand kennt dich.

Du kennst niemanden.

 

Du bleibst also entweder allein oder lernst jemanden kennen.

Und neue Leute kennen lernen sorgt bei vielen für Nervosität.

Auch bei mir, selbst wenn ich es gerne überspiele.

 

Gerade das erste Mal in einem Hostel voller Fremder wird dich große Überwindung kosten.

Bei mir war es damals in Mexiko City so.

Ich hatte Herzklopfen wie ein Teenager, als ich die Dachterrasse betrat und mich zehn fremde Augenpaare anstarrten.

Puh, ich hasse solche Momente.

 

Aber ich hab meine Angst hinuntergeschluckt und sofort zwei Deutsche kennengelernt.

Das erste Mal ist am schwierigsten.

Mit der Zeit wird es aber immer einfacher.

Tanja Zimmermann DSC09331 DSC01301

 

Es kommt sogar so weit, dass du automatisch auf Leute zugehst und offener wirst.

 

Du wirst deine Freunde trotzdem vermissen.

Denn sie kennen dich auf einer ganz anderen Ebene und verstehen dich in Situationen oft besser.

Ganz normal und trotzdem schwierig.

 

… bist du manchmal einsam, doch lernst mit dir alleine zu sein

Solo zu reisen ist nicht immer ein Zuckerschlecken.

Absolute Freiheit, tolle neue Freunde, jeden Tag neue Erlebnisse ist genial, stimmt!

Dennoch: Ab und zu bist du einsam.

Oder hast sogar Heimweh.

Vor allem, wenn du eine Fernbeziehung führst.

Tanja Zimmermann

 

Doch eine Solo-Reise lehrt dich, mit dir alleine zu sein.

Während ich mich früher selbst beschäftigen konnte, aber sehr schnell einsam war, sehe ich es seit meiner Weltreise in einem anderen Blickwinkel.

Ich genieße es sogar bewusst nur mit mir zu sein.

Im Gegensatz zu früher brauche ich heute niemand Drittes, um mich vollständig zu fühlen.

 

Wobei ich auf Freunde und Familie nicht verzichten mag, sie sind der größte Bonus!

 

 

Also ja, Solo-Reisen ist grandios.

Du lernst viel, vor allem über dich selbst.

Du veränderst dich.

 

Aber du lernst es definitiv auf die harte Tour.

Du wirst manchmal überfordert sein oder Angst haben.

Das geht vielen so!

 

Denn wo Licht ist, ist auch Schatten.

Aber der Schatten treibt dich voran!

(Und das Licht ist sowieso geil!)

 

 

Reist du solo?

Was hast du dank einer Solo-Reise gelernt?

 

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